Gitarrist, Konzertgitarrist, Kammermusik, Komposition, Komponist, Mirco Oldigs, Musik, Klassik
Kammermusik
Daniel Sorour, Violoncello und Mirco Oldigs, Gitarre
Ursprünglich fanden Daniel Sorour und Mirco Oldigs zusammen, als sie ein Arrangement der Sonate für Arpeggione und Klavier von Franz Schubert entdeckten, gesetzt für Violoncello und Gitarre. Begeistert von den neuen Klangfarben suchten sie nach anderen Stücken und trafen auf eine Originalkomposition von Radames Gnattali von 1963, in der Rhythmen der brasilianischen Volksmusik mit den Harmonien europäischer Musik des 20. Jahrhunderts kombiniert sind.
Nun war eine neue Idee geboren: Das Vegaduo wird dem Zuhörer einen Weg von der europäischen klassischen Musik zu deren Weiterführung in Südamerika vermitteln.
Deutlich ist der Kontrast erkennbar zwischen der klassischen Musik, wie wir sie kennen, und der südamerikanischen. In Stücken wie der Sonate von Gnattali stehen die beiden Stile erstmals nicht nebeneinander, sondern werden unmittelbar miteinander verwoben und in Beziehung gestellt. Anders als die intellektualisierten Experimente, die sich in zeitgenössischer Musik auf unserem Kontinent abspielen, will diese Musik dem Hörer nicht nur Erkenntnis bringen, sondern ihn auch immer noch erfreuen mit den klassischen Mitteln der Melodie und der Phrase. Franz Schubert hat in seiner Sonate für Arpeggione ebenfalls den ernsten Stil mit Volksmusikelementen vereint, so wie es im Wien des beginnenden 19. Jahrhunderts üblich war.
Die von Heitor Villa-Lobos an Johann Sebastian Bach angelehnten Bacchianas Brasilieras und eine Sonate von Antonio Vivaldi bilden eine weitere Polarisierung im Repertoire des Duos. Astor Piazzolla darf natürlich nicht fehlen, um dem Zuhörer auch Bekanntes vor Augen zu führen.
Die Farbpalette, die ein Zusammenspiel von Violoncello und Gitarre bietet, ist hierfür ganz und gar treffend, so dass man sich fragt, warum man Kammermusik in dieser Form so selten hört.